[Rezension] abends um 10




Kate de Goldi
abends um 10
Carlsen
7,95 €
ISBN 978-3-551-31177-1
256 Seiten
Taschenbuch
ab 12 Jahren
Verlagsseite





Inhalt


In Frankie Parsons Leben ist alles verlässlich. Konstant. Vorhersehbar. Sogar die ständige Ergänzung seiner sowieso schon sehr langen Liste von Sorgen. Tageslauf, Wochenplan, Jahresrhythmus - nichts ändert sich. Das morgendliche Miauen der Fettkontrolle. Die schlechte Laune seiner großen Schwester. Der tägliche Zickzackweg zum Bus mit seinem besten Freund Gigs. Sein Klassenlehrer Mr A und dessen liebste Waffe: das Wörterbuch. Der Küchenduft bei der Heimkehr. Die Klangwand-Abende mit Louie und Onkel George. Die ausgelassenen Besuche der Tanten. Und die absolut zuverlässigen Antworten seiner Mutter, immer abends um 10.
Doch dieses Jahr ist alles anders. Das liegt an Sydney. An ihren liebevollen, neugierigen, taktlosen Fragen. Und Frankie Parsons Welt gerät aus den Fugen. (Quelle)

Dienstag, der vierzehnte Februar, fing für Frankie Parsons schlecht an. Es keine Milch für sein Müsli da. Und kein Katzenfutter für die Fettkontrolle, die deshalb unterm Tisch anklagend miaute, während Frankie seinen Toast aß.
S. 5


Meine Meinung


Es tut mir sehr leid, aber ich konnte zu diesem Buch keinen Zugang finden. Ich finde das sehr schade, denn es gibt so viele begeisterte Stimmen und Rezensionen, aber so ganz kann ich die Begeisterung nicht nachvollziehen.

Der Schreibstil des Buches ist wirklich recht gut, er gibt die innere Stimme der Hauptperson Frankie in einem sehr passenden Tonfall wieder. Frankies Gedanken sind geprägt von Ängsten, Sorgen, was-wäre-wenn-Überlegungen; er driftet häufig ab, widmet sich Details oder Nebensächlichkeiten. Mir fiel es schwer, für alles, was Frankie in den Sinn kam, Interesse zu zeigen.

Damit wären wir auch schon bei der Handlung. Ich weiß nicht recht, wie ich es beschreiben soll, aber auf weiten Strecken wusste ich nicht ganz, worauf ich hinlese. Wohin will die Handlung? Oder bewegt sie sich nur auf einem Punkt?
Sehr gut gefallen haben mir die nächtlichen Gespräche zwischen Frankie und seiner Mutter, die dem Buch seinen Titel geben. Sie haben nochmal den Tag Revue passieren lassen und geben dem Buch einen Fokus, die Frankies Erzählstimme ihm nicht zu geben vermag. Wäre nur ein bisschen mehr dieser Stimmung dabei gewesen!

Ein weiterer Punkt, der mich störte, waren die Charaktere. Für mich sind sie nicht ganz greifbar gewesen, obwohl sie eigentlich gut charakterisiert wurden. Ich weiß nicht recht, woran es lag, aber selbst Sydney, die ja eine der wichtigsten Figuren ist, war recht blass. Ich weiß, dass sie Rastalocken und Glubschaugen hat, aber mehr ist nicht hängen geblieben.

Außerdem wirkte mir der Humor teilweise etwas zu erzwungen, mir schien es, als wäre Frankies Leben zu sehr auf "anders" getrimmt. Die Hauskatze heißt "Fettkontrolle", der Vater wird nur "Onkel" genannt und so weiter und so weiter. Ich weiß nicht, ob diese Dinge wirklich nötig gewesen wären ... Mir persönlich war es zu viel. Am Anfang fand ich es noch witzig, doch irgendwann war es einfach zu dominant.

Dabei behandelt das Buch durchaus ein ernstes Thema. Leider war es für mich persönlich in der Darstellung nicht intensiv genug, auch wenn man durch Frankies Gedankenwelt eigentlich vom Gegenteil ausgehen sollte. Aber irgendwie hat mich das Buch gesättigt, an skurrilen Charakteren, seltsamen Lebensgewohnheiten und Frankies wirren Gedanken. Es war für mich zu viel, zu viel um noch Platz für die ernsteren Themen zu lassen, was ich persönlich sehr schade finde.
Ich würde gerne etwas Positiveres sagen, aber mein Buch war es nicht. Vielleicht ist es besser für jüngere Leser geeignet, es fällt mir schwer, das einzuschätzen.

Frankie machte die Hintertür auf und roch warmen Honig und geröstete Walnüsse. Baklava. Er war Experte darin, die verschiedenen Backwaren allein anhand der Gerüche zu erkennen (wofür er sich immer ein A+ gab), oder zumindest an den Schüsseln und Zutaten auf der Arbeitsplatte (B+).
S. 46


Fazit


Ein Buch, das vor skurrilen Charakteren, Situationen und Gedanken nur so wimmelt, leider rückt dadurch das ernste Grundthema in den Hintergrund. Nicht das richtige Buch für mich, leider.

  

[Fundstücke] Teil 3 - Der BIBLIO-MAT



Hallo! :)

Heute habe ich eigentlich nur einen kleinen Link, aber ich finde ihn so großartig, dass ich ihn mit euch teilen möchte. In Toronto steht nämlich ein wunderbarerer Automat, der sich BIBLIO-MAT nennt. Hier kann man zwei Dollar einwerfen und bekommt dafür ein zufälliges, antiquarisches Buch.
Ist das nicht eine tolle Idee?

Ich glaube, ich würde mir jede Woche ein Buch dort kaufen, gäbe es so etwas in meiner Nähe. :D





Was sagt ihr zum BIBLIO-MAT? Gefällt er euch? Würdet ihr so ein Angebot nutzen?

Viele Grüße
Miyann

[Blog] Die Sache mit den Bewertungen

Hallo. :)

Kennt ihr das Problem, dass ihr ein Buch gelesen habt und unsicher seid, wie ihr es bewerten sollt? Bestimmt, nicht wahr? Ich denke, vor dem Problem steht jeder, der etwas bewerten muss.

Die Problematik hat mich schon wirklich lange beschäftigt, immer wenn ich ein Buch bei goodreads als gelesen markiere, sinne ich über eine Punkteverteilung nach. Und meistens ist das Feld tatsächlich leer geblieben, weil es mir so unglaublich schwer fällt.
Ihr werdet lachen: Aber das war auch lange der Grund, der mich davon abgehalten hat, einen Blog zu eröffnen.

Als ich nun mit dem Bloggedanken spielte, habe ich lange darüber nachgedacht, wie ich das Problem mit der Punkteverteilung lösen soll.
Einen Moment habe ich überlegt, ob ich einfach gar keine Bewertung in Punkten, Sternen, Teekesselchen, wasauchimmer und lediglich eine Rezension posten soll, habe mich dann aber dagegen entschieden. Mich selbst interessieren ja auch Punkte, Sterne, Teekesselchen, wasauchimmer an anderen Blogs, warum sollte ich also darauf verzichten?
Schließlich baut das ganze Bewertungssystem auf einem Punktesystem auf, sei es jetzt bei bekannten Onlinehändlern oder Social Reading Plattformen. Irgendwie muss man Bücher ja kategorisieren und vergleichen, auch wenn sie noch so unterschiedlich sind. (Da liegt übrigens der Hund begraben: Durch die Bewertungen beginnt man, Bücher zu vergleichen. Und bei einigen Büchern fällt der Vergleich einfach schwer oder wirkt unangebracht. Aber das soll nun nicht das Thema sein.)

Wie sah also meine Lösung aus?
Ich habe damit angefangen, mir Kategorien auszudenken. Im letzten Semester hatte ich die Aufgabe, Kurzfilme für eine anstehende Veranstaltung zu bewerten, auch dort hatten wir einige Kategorien, in denen wir Punkte verteilen konnten. Das System erschien mir recht fair, die Gesamtpunkte errechneten sich aus den Einzelpunkten in den Kategorien.
Nun brauchte ich also Kategorien für "gute" Bücher. Dabei herausgekommen sind: Idee, Handlung, Charaktere, Schreibstil, Lesespaß. Durch den letzten Punkt fließt also noch meine persönliche Haltung zu dem Buch ein, während ich mich bei den anderen Punkten um Objektivität bemühe.

Doch vor kurzem bemerkte ich, dass ich mit meinem System an Grenzen stoße. Es gibt Bücher, denen könnte ich überall die volle Punktzahl geben, aber trotzdem sind es keine 5 Punkte/Sterne/Teekesselchen/wasauchimmer Bücher für mich.
Wie löst man also dieses Problem?

Eine gute Frage. Ich habe mich dafür entschieden, mein Kategoriensystem fallen zu lassen. Mir fiel auf, dass ich angefangen habe, erst die Punkte, Sterne, ... (ihr wisst schon) festzulegen und die Kategorien dann daran anzupassen. So war das ganze ja eigentlich nicht gedacht und wenn es dermaßen ausartet, kann man es auch sein lassen.
Also bye, Kategoriensystem, auch wenn ich dich mochte! In meinem Kopf wirst du weiter existieren, wenn ich mir bei einer Bewertung unsicher bin. Und der Rest steht in den Rezensionen.
(Das wäre auch eine Überlegung, am Ende keine Punkte zu den Kategorien zu schreiben, sondern noch mal eine kurze Einschätzung loswerden.)

Wer weiß, vielleicht gelingt es mir ja irgendwann, mich auch noch von den lächerlichen Halbpunkten zu lösen - aber im Moment gefallen sie mir noch ganz gut.

Habt ihr bei euren Blogs auch so einen Prozess hinter euch? Wie habt ihr euer System festgelegt? Fallen euch Bewertungen auch schwer?

Viele Grüße
Miyann

[Rezension] Der letzte Zauberlehrling





Gerd Ruebenstrunk
Der letzte Zauberlehrling
arsEdition
16,99 €
ISBN 978-3-7607-8679-7
1. Auflage 3. Juli 2012
448 Seiten
Gebunden
Verlagsseite





Inhalt


Aus der französischen Provinz reist der junge Zauberlehrling Humbert ins Paris des 19. Jahrhunderts, um sich beim alljährlichen Ball der Zauberer einen neuen Meister zu suchen. Doch in der großen Stadt angekommen, stellt er erschüttert fest, dass die Welt der Magie nicht mehr das ist, was sie einmal war. Denn fast alle Zauberer haben ihre Kräfte an den reichen Unternehmer Pompignac verkauft. Nur Humberts neuer Meister, ein wahrer Sonderling, ist noch im Vollbesitz seiner magischen Kräfte – und denkt nicht ans Verkaufen!
Doch worum geht es dem Geschäftsmann eigentlich? Nur ums Geld? Oder steckt eine geheime Verschwörung dahinter? Ehe Humbert sich versieht, geraten er und seine neuen Freunde in einen Strudel gefährlicher Ereignisse: Was hat der Erzkanzler mit all dem zu tun? Steht womöglich die Zukunft der Zauberei auf dem Spiel? (Quelle)

»Man munkelt, die Zauberer wollen ihre Zaubersprüche an Pompignac verkaufen.«
»Sie verkaufen ihre Zaubersprüche?«, fragte ich erstaunt. »Warum sollten sie das tun?«
S. 14


Meine Meinung


Seit der Buchmesse wartet "Der letzte Zauberlehrling" darauf, von mir gelesen zu werden. Ich weiß gar nicht so genau, wieso es so lange gedauert hat, dass ich das Buch in die Hand genommen habe. Vielleicht war es der Umschlag, der mir nicht ganz zusagte - wer weiß. Vielleicht war auch die Lesung auf der Frankfurter Buchmesse schuld, die zwar unglaublich toll war, mich aber vermuten ließ, dass es sich hier um einen Bartimäus-Abklatsch handelt. Wie konnte ich sowas nur denken?

Zuerst einmal: Der Umschlag lässt einen Falsches vermuten. Ich finde, dass der Junge auf dem Cover aussieht, als wäre er acht oder vielleicht auch zehn Jahre alt - im Buch ist der Protagonist Humbert allerdings schon sechzehn. Das Buch ist also viel erwachsener, als man erwarten würde. Und ich muss sagen, dass es mir beim Lesen einfach verdammt viel Spaß gebracht hat.
Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Humbert erzählt, nur einige Kapitel geben die Sichtweise einer weiteren Person wieder, deren Identität ich hier allerdings nicht verraten möchte.
Der Schreibstil von Gerd Ruebenstrunk gefällt mir wirklich gut, locker, flüssig, mit einem Gespür für Witz und Komik. Genau das richtige für ein Jugendbuch.

Besonders gerne mochte ich die Charaktere, auch wenn sie alle größere oder kleinere Macken hatten und nicht unbedingt Sympathieträger waren. Aber genau das ist ja das Tolle an ihnen. Gerd Ruebenstrunk hat eine große Bandbreite an Figuren eingeführt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nie wusste ich, wie eine Figur jetzt handeln würde und so gab es einige Überraschungen. Auch Humbert selbst reagiert in einigen Situationen anders als erwartet und zeigte dadurch viel Menschlichkeit.
Das einzige, was mir nicht gut gefiel, war der Handlungsort in Paris in Kombination mit den teilweise wenig französischen Namen. Das hätte man sicher besser lösen können, aber darüber kann ich hinweg sehen.

Außerdem mochte ich die Atmosphäre des Buches. Mir gefiel die Welt, die Gerd Ruebenstrunk hier erschaffen hat, in der Technik und Zauberei parallel existieren. Gerne hätte ich noch mehr über das alles erfahren, einige Dinge wurden leider nur angerissen. Das war für mich persönlich ein kleines Manko.
Aber: So wie es aussieht, handelt es sich hier um den ersten Band einer Reihe - ich freue mich schon auf den Nachfolger. Auch wenn das Ende ein guter Abschluss war, habe ich nichts gegen eine Fortsetzung.

»Nehmen Sie dann noch Lehrlinge an?« Ich hatte die Worte kaum ausgesprochen, da fragte ich mich schon, ob das, was ich gesagt hatte, wirklich so klug gewesen war. Prometheus mochte ein Zauberer Erster Klasse sein, in seinem gegenwärtigen Zustand war er lediglich ein Wrack. Was konnte ich von so jemandem schon groß lernen?
S. 50


Fazit


Ein Jugendbuch voller Witz, Fantasie und Spannung. Eine große Stärke sind die vielen unterschiedlichen Charaktere, mit denen ich nur zu gerne noch mehr Zeit verbracht hätte. Hier dreht sich alles um Zauberei vor einer leicht steampunkigen Kulisse.

  

[Rezension] Nullzeit




Juli Zeh
Nullzeit
Schöffling & Co.
19,95
ISBN 978-3-89561-436-1
1. Auflage August 2012
256 Seiten
Gebunden
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Leseprobe





Inhalt


Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten Theo auf die Insel gekommen, um sich auf ihre nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt, entwickelt sich aus einem harmlosen Flirt eine fatale Dreiecksbeziehung, die alle bisherigen Regeln außer Kraft setzt. Wahrheit und Lüge, Täter und Opfer tauschen die Plätze. Sven hat Deutschland verlassen und sich auf der Insel eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut. Keine Einmischung in fremde Probleme – das ist sein Lebensmotto. Jetzt muss Sven erleben, wie er vom Zeugen zum Mitschuldigen wird. Bis er endlich begreift, dass er nur Teil eines mörderischen Spiels ist, in dem er von Anfang an keine Chance hatte. (Quelle)

Es war immer spannend, neue Kunden am Flughafen abzuholen. Man wusste nie, wer auf die Idee kam, das Tauchen auszuprobieren. Weil Antje die Büroarbeit erledigte, hatte ich mit den meisten im Vorfeld nicht einmal telefoniert. Wie würden sie aussehen, wie alt, welche Vorlieben, Berufe, Lebensgeschichten? Am Meer war es so ähnlich wie im Zug: Man lernte sich in kürzester Zeit verblüffend gut kennen. Weil ich mir angewöhnt hatte, keine Urteile zu fällen, kam ich mit allen gut zurecht.
S. 8f.


Meine Meinung


Ausgelesen, nachgedacht, durchgeatmet, aufgeschrieben. Ja, ich habe das Buch eben erst beendet und habe das Gefühl, meine Gedanken nun in Worte fassen zu müssen, aus Angst, dass sie mir doch entgleiten könnten.
Nullzeit. Liebe und Hass, Einmischen und Raushalten, Besessenheit. Menschliche Gefühle und Zwiespälte stehen hier im Vordergrund. Das Buch wird als Psychothriller beworben, allerdings darf man hier keine reißende Handlung mit unerträglicher Spannung erwarten. Die Handlung baut sich schnell auf, entwickelt aber eine eher unterdrückte Spannung. Mich persönlich hat es trotzdem sehr gefesselt und am liebsten hätte ich es schon letztes Wochenende in einem Rutsch durchgelesen.

Auch Juli Zehs Schreibstil hätte das erlaubt, er ist in diesem Buch sehr flüssig, ganz frei von Dissonanzen, die ich von anderen Büchern von ihr kenne. Keine Stelle, über die man stolpert (gewollt!), eine durch und durch schöne, klare Sprache, die es Spaß bringt, zu lesen.

Die Charaktere die sie erschaffen hat, wirken komplex und durchdacht und in ihrem Verhalten undurchschaubar. Und genauso entwickeln sich auch die Beziehungen zwischen den Charakteren. Ein gleichzeitiges Anziehen und Abstoßen, Faszination und Unverständnis.
Svens Besessenheit für Jola lässt ihn beinahe alle seine Prinzipien vergessen, dabei hatte er doch ein Leben ohne all diese zwischenmenschliche Konflikte führen wollen, genau dies war der Grund für sein Auswandern gewesen.
Er muss sich die Frage stellen, ob es überhaupt möglich ist, sich rauszuhalten. Ob das menschliche Wesen nicht ganz anders veranlagt ist.
Gleichzeitig stellt sich der Leser die Frage nach Wahrheit und Täuschung, wer spielt hier ein falsches Spiel? Wer führt wen in die Irre?

Was ich auch noch besonders hervorheben möchte, ist die gute Schilderung der Tauchszenen. Ich weiß nicht, inwiefern diese realitätsgetreu sind, aber als Menschen, der noch nie Tauchen war, haben sie mich sehr fasziniert und man hatte das Gefühl, die Extremsituation am eigenen Leib nachvollziehen zu können, die Abhängigkeit von der Luft.

Nur das Ende erfüllt nicht ganz die Erwartungen, die sich im Laufe des Buches aufgebaut haben, es schwächelt leider etwas. Dafür haben mich Anfang und Mittelteil umso besser unterhalten. Ein wirklich intelligenter Thriller.
Warum trotzdem nur vier Sterne? Ich weiß nicht, irgendwas fehlt mir. Ich kann es nicht genau in Worte fassen oder rational begründen. Vielleicht ist es das etwas schwache Ende, dass keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Ich drehte ihr und dem Hund den Rücken zu. Ich hasste es, wenn Menschen einander beurteilten. Es war eine Sucht. Ein Fluch. Ich hatte Deutschland verlassen, weil ich das Leben in einem allumfassenden Netz aus gegenseitigen Beurteilungen nicht länger ertrug. Urteilende und Beurteilte befanden sich im permanenten Kriegszustand, und jeder füllte, je nach Situation, die eine oder die andere Rolle aus.
S. 35f.


Fazit


Ein gelungenes Buch von Juli Zeh; wer Lust auf einen intelligenten Thriller hat, kann hier zugreifen. Es erwartet einen ein fesselndes Ränkespiel vor einer faszinierenden Kulisse.

  

[Bla] Von Blog-Vernachlässigung und dem Buchkaufverbot


Hallo ihr Lieben. :)

Von mir gab es in letzter Zeit ja recht wenig zu hören, das tut mir wirklich leid. Ich versuche, mich zu bessern. Ich weiß gar nicht so genau, wohin die Zeit verschwindet (das wird wohl ein ewiges Mysterium bleiben), aber ich bin in der letzten Woche nicht mal zum Lernen gekommen. Das muss ich dann am Wochenende ausgleichen, denn meine erste Lerneinheit sollte Anfang nächster Woche abgeschlossen sein. Aber ich will euch nicht mit meinem Unikram langweilen.

Es stehen noch einige Rezensionen aus, die ich auch versuchen möchte, am Wochenende zu schreiben. Gemäß dem Motto: Schieben wir alles auf das Wochenende, irgendwie wird es schon klappen. Zu allem Unglück liegt hier gerade auch noch ganz viel Schnee und ich würde am liebsten in die Berge fahren und schöne Fotos machen. Diese Entscheidung ist aber noch nicht getroffen.

Im Moment muss ich auch schon anfangen meinen Umzug zu planen, d.h. die ersten Kartons müssen langsam gepackt werden. Der Grund? Eine lange Geschichte ... Aber auch das habe ich heldenhaft aufs Wochenende geschoben. Im Packen bin ich mittlerweile aber auch recht fix, das wird mich nicht lange beschäftigen.

Um mal zum Buchthema zurückzukommen: Ich habe mir für den Monat Januar ein Buchkaufverbot auferlegt, was ich bisher auch recht gut einhalte. Man muss die Umzugskartons ja nicht unbedingt voller als nötig machen und ich habe hier noch einige Bücher rumstehen, die noch darauf warten, gelesen zu werden. Ich denke, das Lesefutter sollte für den Rest meines München-Aufenthalts ausreichen.

Im Moment lese ich ja "Nullzeit" von Juli Zeh. Bisher gefällt mir das Buch eigentlich recht gut, auch wenn ich (wie immer, wenn ich Bücher von Juli Zeh lese) etwas zwiegespalten bin. Ich hoffe, dass ich die Gedanken und Gefühle zu dem Buch später in Worte fassen kann, das wird sicher nicht ganz einfach werden.

Das Bild oben stammt übrigens aus meinem Weihnachtsurlaub. Wir haben einen Strandspaziergang unternommen, die Atmosphäre war eher herbstlich, denn winterlich, aber es war sehr schön. Dafür hat der Winter uns ja nun mit voller Macht erreicht - schade, dass ich nun nicht mal einen richtigen Winterspaziergang am Strand machen kann.

So, nun beende ich mal meine extrem wirren Ausführungen und werde versuchen, am Wochenende einige Posts vorzubereiten, um die nächste Woche besser zu füllen als die letzte. :)
Viele Grüße
Miyann

[Rezension] Alle meine Wünsche



Grégoire Delacourt
Alle meine Wünsche
Hoffmann und Campe
15,99
ISBN 978-3-455-40384-8
1. Auflage 12. September 2012
128 Seiten
Gebunden
Verlagsseite
Leseprobe





Inhalt


Jocelyne, 47, führt einen Kurzwarenladen im nordfranzösischen Arras. Die Kinder sind aus dem Haus und Jocelynes ganze Leidenschaft gilt ihrem Internet-Blog übers Sticken, Nähen und Stricken. Sie liebt ihr kleines Leben, liebt sogar ihren ungehobelten Mann - bis durch einen riesigen Lottogewinn alles aus den Fugen gerät. (Quelle)

Meine Hände streichen über Stoffe, meine Finger zittern bei der Berührung von Organdy, feinem Wollfilz, Jute, Patchworks. [...] Alles Gold der Welt würde diesen Taumel nicht aufwiegen. Hier sind alle Frauen schön. Ihre Augen glänzen. Beim Anblick eines Stück Stoffs stellen sie sich schon ein Kleid, ein Kissen, eine Puppe vor. Sie fabrizieren Träume, sie halten die Schönheit der Welt in ihren Händen. Bevor ich gehe, kaufe ich Bembergseide, ein paar Polypropylenriemen, Baumwollzackenlitze und Perlentroddeln.
Das Glück kostet nicht mal vierzig Euro.
S. 53


Meine Meinung


Ein Buch, über das ich einmal zufällig gestolpert bin und das seitdem groß auf meiner Wunschliste stand. Über Weihnachten hat es endlich den Weg zu mir gefunden und meine Zugfahrt gefüllt.
Das Thema erschien mir anfangs etwas ausgelutscht, schließlich gibt es schon viele Filme und Bücher über Menschen die im Lotto gewinnen und erstmal überlegen müssen, was sie mit dem Geld anstellen sollen. Meist sind es dann auch (wie in diesem Fall) Menschen, die sonst eigentlich nie Lotto spielen.

Am Anfang war ich also noch nicht ganz überzeugt, ich fand das Buch ganz nett geschrieben, auch wenn es (typisch französisch) aus vielen Querverweisen und Rückblicken in Jocelynes Leben bestand. Das ist sicher Geschmackssache, mir hat es recht gut gefallen.
Die Gedanken von Jocelyne fand ich an jedem Punkt sehr glaubhaft vermittelt, ich konnte verstehen, warum sie bestimmte Entscheidungen trifft. Auch wenn sie früher von einem anderen Leben geträumt hat, hat sie sich mittlerweile mit dem Leben arrangiert, das sie führt und kann sich nichts anderes vorstellen, zumindest nichts, was Geld verbessern könnte. Sie hat sich mit ihrem Leben abgefunden.

Das zentrale Thema dieses Buches ist Glück. Kann Geld glücklich machen? Was genau macht glücklich? Gehört nicht mehr dazu, als die Möglichkeit, sich alles kaufen zu können?
Jocelyne beginnt Listen zu schreiben. Aufzählungen der Investitionen, die getätigt werden müssen, ein Sparschäler, ein neuer Duschvorhang. In teuren Läden fühlt sie sich verloren. Im Laufe des Buches lernt man Jocelyne und ihre Gedanken sehr genau kennen und verstehen.

Das Buch ist sehr schmal, bietet dafür aber erstaunlich viel. Es wartet auch durchaus mit überraschenden Wendungen auf und ab einem gewissen Punkt habe ich es rauschartig durchgelesen. Ein wirklich schönes, wenn auch streckenweise sehr trauriges Buch mit vielen Gedanken, die bei mir hängen geblieben sind. Und es hat mich unemotionalen Leser tatsächlich sehr berührt.

Bei der Bewertung schwanke ich ziemlich und kann mich schwer zwischen den vier und den fünf Sternen entscheiden. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, andererseits weiß ich nicht, ob es außergewöhnlich genug für fünf Sterne ist. Ich denke, ich entscheide mich für vier Sterne.

Ich bin glücklich mit Jo.
Es ist nicht das Leben, von dem die Worte in meinem Tagebuch aus der Zeit träumten, als Maman noch lebte. Mein Leben hat nicht die perfekte Anmut, die sie mir abends wünschte, wenn sie sich zu mir ans Bett setzte, wenn sie sanft über mein Haar streichelte und flüsterte: Du hast Talent, Jo, du bist intelligent, du wirst ein schönes Leben haben.
Sogar die Mütter lügen. Weil sie ebenfalls Angst haben.
S. 23


Fazit


Wer keine französische Literatur mag, sollte davon lieber die Hände lassen. Wer stark gedankenorientierte Romane mag, ist hier genau richtig. Ein schönes kleines Buch über das Glück, sehr bewegend.

Idee: 3/5
Handlung: 4/5
Charaktere: 5/5
Schreibstil: 5/5
Lesespaß: 5/5

Gesamt:
  

[TAG] 25 Fragen im neuen Jahr

Hallo. :)

Ich wurde von Kaugummiqueen getaggt. Ein schöner Tag, die Fragen haben mir wirklich gut gefallen. Los gehts:

25 Fragen im neuen Jahr


Hast du ein Haustier?
In meiner eigenen Wohnung (derzeit) nicht. Bei meinen Eltern wohnen meine drei Wellensittiche, die ich gerne wieder zu mir holen würde, wenn ich mehr als ein Zimmer habe. Und natürlich unser Hund. :)
Wobei, meine Mitbewohnerin hat eine Katze. Mit ihr werde ich aber nur noch zwei Monate zusammen wohnen.

Nenne drei Dinge in deiner Nähe.
Tesafilm, Karteikarten, Kugelschreiber

Wie ist das Wetter bei dir?
Grau in grau, schon seit Tagen. Wobei gestern einmal kurz die Sonne rausgekommen ist.

Hast du einen Führerschein? Wenn ja, hast du schon mal einen Unfall gebaut?
Ja, habe ich ich. Und nein, ich bin auch in den letzten fünf Jahren nicht Auto gefahren.

Wann bist du heute Morgen/Mittag aufgewacht? 
Kurz bevor mein Wecker um sieben klingelte. Und einmal um vier, weil die Katze im Flur spielen musste.

Wann hast du das letzte Mal geduscht?
Heute morgen.

Welchen Film hast du zuletzt gesehen?
Film ... das müsste Batman: The Dark Knight Rises gewesen sein, ist schon etwas länger her.

Was sagt deine letzte SMS?
Oh, ich bin nicht sonderlich SMS-aktiv. Ich glaube, die letzte kam Silvester mit den entsprechenden Wünschen.

Wie hört sich dein Klingelton an?
Mein Handy vibriert nur und das, seit ich Handys besitze. Ist mir lieber so.

Bist du jemals in ein anderes Land gefahren/geflogen?
Ja, mittlerweile habe ich immerhin ein bisschen was gesehen. Dänemark, Frankreich, Spanien, Griechenland. Ich glaube, das war´s. (Wobei Frankreich nur bedingt zählt, das war ein "kurz-mal-über-die-Grenze-huschen".)

Magst du Sushi?
Sushi ist toll. Wobei ich meist die simplen Sachen präferiere.

Wo kaufst du deine Lebensmittel?
Bei dem, was da ist. Ich habe da keine speziellen Präferenzen.

Hast du jemals was genommen, um besser einzuschlafen?
Wenn Alkohol zählt, dann ja. Den trinke ich tatsächlich ab und zu um tiefer schlafen zu können.

Wie viele Geschwister hast du?
Eine Schwester, die exakt fünf Jahre und eine Woche älter ist als ich.

Hast du einen PC oder Laptop?
Beides. Wobei mein Tower extrem veraltet ist und schon seit vier Jahren nicht mehr an war. Aber ich habe ihn beim Auszug mitgenommen, weil ich damals überzeugt davon war, niemals ein Notebook zu wollen. Mittlerweile bin ich überzeugter Notebook-Nutzer.

Wie alt wirst du an deinem nächsten Geburtstag?
25. Hm, die Zahl gefällt mir, ein Vierteljahrhundert.

Trägst du Kontaktlinsen oder eine Brille?
Leider eine Brille. Ich hasse sie sehr. Dummerweise vertrage ich Kontaktlinsen nicht besonders gut und nutze sie daher nur selten. Am besten wären einfach gesunde Augen ... *seufz*

Färbst du deine Haare?
Ja, schon seit Jaaahhhren. Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, wie meine Haare eigentlich aussehen, aber es ist auf jeden Fall keine schöne Farbe. Im Moment sind sie schlicht braun.

Sag, was du noch heute tun willst.
BWL lernen, Serie gucken, lesen, schlafen.

Wann hast du das letzte Mal geweint?
Ich fürchte, das ist gar nicht so lange her. Schlafentzug und Stress haben mich wegen lächerlicher Dinge etwas ausrasten lassen.

Wie sieht deine perfekte Pizza aus?
Hmm, gute Frage. Ich mag es gerne schlicht. Tomaten und Champignons würden mir schon reichen. Und Käse natürlich.

Was magst du mehr? Cheeseburger oder Hamburger?
Ich bin ein Hamburger-Fan. Wobei ich auch Cheeseburger mag. Eigentlich ist es mir recht egal.

Hattest du mal einen 'allnighter'?
Nachdem ich gegooglet habe, weiß ich auch Bescheid: Ja, aber ich schlafe lieber.

Welche Augenfarbe hast du?
Grau-grün-blau. Steht auch so in meinem Perso, recht undefinierbar. Je nach Kleidung wirken die Farben auch anders.

Kannst du Cola von Pepsi unterscheiden?
Definitiv! Ich mag keine Pepsi.



Und das wars auch schon, ging ja schneller als gedacht. Da ich noch ein bisschen BWL heute schaffen möchte (Thema: Steuern), schreibe ich nun auch nicht mehr. Mir fiel gerade auf, dass die Zeit bis zu den Prüfungen gerade ziemlich rennt. ;)

Ich tagge Tin, weil sie immer so ein begeisterter Tagempfänger ist.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!

[Diskutiert] Kinderbuchklassiker anpassen?

Hallo ihr Lieben!

In den letzten Tagen gab es einige Diskussionen, ausgelöst vom Entschluss des Thienemann Verlag, in einer Neuauflage des Kinderbuchklassikers "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler, einige mögliche diskriminierende Begriffe mit Einwilligung der Familie des Autors zu entfernen. Speziell geht es hier um "Negerlein" und "Zigeuner".

Darf man das?


Das ist die entscheidende Frage, die die Gemüter erhitzt. Darf man alte Schriftwerke zugunsten eines Sprachwandels anpassen? Sollte man heutzutage diskriminierende Begriffe ändern oder entfernen?

Der Oetinger Verlag hat dies bereits vor vier Jahren mit Kinderbuchklassikern von Astrid Lindgren getan: So heißt Pippi Langstrumpfs Vater in neuen Auflagen nicht mehr "Negerkönig" sondern "Südseekönig".
Ich finde es in diesem Fall äußerst elegant gelöst. Inhaltlich geht nichts verloren und ein tatsächlich veralteter Begriff ist ausgetauscht worden.

Keine inhaltlichen Änderungen


Meiner Meinung nach sind solche Anpassungen durchaus legitim, wenn (!) dadurch der Inhalt nicht verfälscht wird.
Viele kritisieren, dass dies der erste Schritt zur Zensur ist und was denn noch alles angepasst werden soll.
Hier denke ich, ist den meisten nicht bewusst, dass es sich um Kinderbücher handelt. Bei Erwachsenenbücher wird es hoffentlich nie der Fall sein, aber Kinder müssen beim Vorlesen ja nicht unbedingt mit mittlerweile sehr negativ besetzten Worten wie "Neger" konfrontiert werden.

Sicher können die Eltern den Kindern die Worte im gleichen Zug erklären. Aber man sollte auch bedenken, dass es Menschen gibt, die diese Begriffe als verletzend empfinden. Und einer davon war es letztlich, der diese Diskussion überhaupt erst mit einem Brief an den Thienemann Verlag angeheizt hat.

Wie hätte der Verlag sonst reagieren sollen als mit einer Anpassung? Immer wieder gibt es Neuübersetzungen oder auch Kinderbuchfassungen von Klassikern - und darüber beschwert sich auch niemand.

Würde es nicht auch anders gehen?


Es gibt Vorschläge, dass man die betroffenen Begriffe ja auch mit Fußnoten hätte versehen können: Meiner Meinung nach ein guter Kompromiss. So würde der Verlag zeigen, dass er sich der Wortproblematik bewusst ist und der Originaltext bliebe dennoch unverändert.

Kaum jemand hätte wohl mit dem Ausmaß der Diskussion gerechnet, die hier ausgebrochen ist. Dennoch finde ich die Vorgehensweise des Thienemann Verlags nachvollziehbar, auf der Facebook-Seite zum Räuber Hotzenplotz wurde auch ein Statement gepostet (hier).

Außerdem habe ich noch ein paar weitere Links für euch, falls ihr weitere Meinungen zu dem Thema lesen wollt:
TAZ - Der Artikel, der die ganze Diskussion wohl erst verursacht hat.
Spiegel online
Börsenblatt - Die Meldung im Branchenmedium
Süddeutsche Zeitung

Was sagt ihr zu der ganzen Diskussion? Findet ihr die Änderung noch im Rahmen oder absolut unnötig? Oder seht ihr gar eine Zensur darin?

Edit: Es gibt übrigens eine neue Stellungnahme vom Thienemann Verlag, die ich euch noch zeigen möchte: Hier.

[Rezension] Pampa Blues




Rolf Lappert
Pampa Blues
Hanser Verlag
14,90
ISBN 978-3-446-23895-4
1. Auflage 6. Februar 2012
256 Seiten
Klappenbroschur
Verlagsseite





Inhalt


Der 16-jährige Ben sitzt in dem verschlafenen Nest Wingroden fest, wo es nicht viel mehr gibt als eine Tankstelle, den Baggersee und die schöne Friseuse Anna. Als der Visionär Maslow Nachrichten von einem UFO verbreitet, um den Ort in eine Pilgerstätte zu verwandeln, taucht Lena mit ihrer Kamera auf. Maslows Plan scheint zu funktionieren. (Quelle)

Manchmal versteht Karl alles, sogar schlüpfrige Sprüche. Dann ist sein Kopf ein altes Radio, in dem die verstaubten Röhren noch einmal aufglühen und auf Empfang gehen. Aber meistens reicht es gerade einmal für die einfachsten Sätze, an schlechten Tagen bloß für einzelne Wörter wie essen oder schlafen oder Kuchen. Mit Karl geht es bergab. Wenn sein Gehirn den Betrieb irgendwann völlig aufgibt, können wir uns überhaupt nicht mehr unterhalten. Ich weiß nicht, ob ich es vermissen werde.
S. 9-10


Meine Meinung


Sowohl der Name Rolf Lappert als auch der Hanser Verlag stehen in meinen Augen für Qualität. Ich bin an dieses Buch also mit recht hohen Erwartungen herangegangen. Das Positive daran ist, dass ich diesmal nicht enttäuscht wurde.

Hauptperson des Buches ist Ben, der gemeinsam mit seinem Großvater Karl in Wingroden lebt. Eigentlich absolviert er bei Karl eine Ausbildung zum Gärtner, obwohl er lieber Automechaniker werden würde, denn mit Autos kann er besser umgehen als mit Pflanzen. Doch dann ist alles ganz anders gekommen, denn Karls Gedächtnis geht verloren und er wird zum Pflegefall - und Ben ist derjenige, der sich um ihn kümmert, in Wingroden, obwohl er davon träumt, mit einem VW-Bus nach Afrika zu fahren.

Ben war für mich ein wunderbarer Hauptcharakter, durchaus pubertär, manchmal sehr hitzköpfig und stur, aber gleichzeitig liebenswert und ehrlich. Die Situation mit Karl belastet ihn stark, er fühlt sich verlassen und eingesperrt, träumt von der Freiheit, ohne wirklich nach ihr zu greifen. In jeder Zeile spürt man dieses zwiespältige Verhältnis zu Karl und seinem Leben, schon von Beginn an. Er liebt seinen Großvater, doch gleichzeitig hasst er ihn, wofür er sich im selben Moment schämt, denn er bleibt doch ein hilfloser, lieber, alter Mann, der auf ihn angewiesen ist. Auch die Darstellung von Karl hat mir sehr gut gefallen, am liebsten hätte ich ihn persönlich kennen gelernt, so sehr ist er mir ans Herz gewachsen.

Diese Beziehung zwischen Karl und Ben war es, die mich an dem Buch gefesselt hat, zusammen mit der skurrilen Atmosphäre des kleinen, norddeutschen Dorfes, wo nur eine Handvoll Menschen lebt. Leider sind viele der anderen Charaktere etwas blass geblieben; nur Personen wie Maslow oder Lena zeigten Besonderheiten, während die anderen Dorfbewohner, Willi, Kurt, Otto und wie sie alle hießen, keine herausstechenden Charaktereigenschaften entwickelten. Sie blieben eine Masse an Personen, die alle unter den gleichen Problemen leiden, der Unbekanntheit Wingrodens.

Nun kommt der UFO-Plan ins Spiel, der für mich allerdings eher eine amüsante Nebensächlichkeit in dem Buch darstellte, denn das eigentliche Zentrum der Geschichte ist doch Bens Erwachsenwerden - mit allem, was dazu gehört.
Die Handlung bot einige interessante Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Auch wenn alles sehr ruhig ablief, hat mich das Buch stets gefesselt. Es hat durchaus das Potential, in einem Tag verschlungen zu werden, denn der Schreibstil trägt einen locker und leicht durch die Geschichte.
Aber man sollte beachten, dass der Name wirklich Programm ist: Keine atemlose Spannung verbirgt sich zwischen den Seiten, nur eine ruhige, leicht melancholische Stimmung.

Einige Rezensenten kritisieren, dass (wieder einmal) die norddeutsche "Pampa" als Handlungsort gewählt wurde. Mich als Norddeutsche hat das nicht wirklich gestört - auch wenn natürlich die typischen Klischees der norddeutschen Provinz (inklusive Namenswahl) verwertet werden. Aber hey, ich fand das wirklich amüsant. Und welches andere Jugendbuch bietet schon ein solches Setting?

»[…] Weißt du, was passiert, wenn du die Buchstaben aus Wingroden auseinandernimmst und neu zusammensetzt?«
Lena schüttelt den Kopf.
»Nirgendwo. - Ist das nicht deprimierend?«
S. 178


Fazit


Ein tolles und absolut empfehlenswertes Jugendbuch, das in der deutschen Provinz angesiedelt ist und schon allein dadurch etwas speziell ist. Es erfordert eine gewisse Affinität für ruhige Geschichten, einen spannungsgeladenen Roman darf man hier nicht erwarten!

Idee: 4/5
Handlung: 5/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 4,5/5
Lesespaß: 5/5

Gesamt:
  

[TAG] Das Literarische Dinner


Hallo ihr Lieben. :)

Von Krys habe ich die nette Einladung zu einem ganz besonderen Dinner bekommen, an dem ich sehr gerne teilnehmen möchte. Die Einladung steht schon lange aus und nun will ich sie endlich ergreifen und überlegen, wen ich zu meinem Dinner mitnehme. Denn es müssen Personen aus der Welt der Literatur sein - das ist bei einigen Punkten wirklich schwerer, als man denkt.

Die Charaktere sind nun wahrscheinlich stark geprägt von den Büchern, die ich im letzten Jahr gelesen habe. Ohne mein Buchregal fällt mir die Orientierung ziemlich schwer, was traurig ist, weil es bedeuten würde, dass die Charaktere keinen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. *grübel* Aber nein, ich schiebe das lieber auf mein mieses Gedächtnis.

Nun kommen noch einmal die Regeln:
1. Du musst 11 Gäste einladen, die jeweils eine bestimmte Eigenschaft mitbringen muss.
2. Beantworte die Fragen, wenn du möchtest schreibe auf warum du diesen Charakter gewählt hast.

So, dann lege ich doch mal los:

Einen Charakter der...

1. ... kochen kann/ gerne kocht


Samweis Gamdschie aus Der Herr der Ringe
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich überhaupt einen kochenden Charakter kenne. So richtig eingeprägt hat sich keiner bei mir. Dann fiel mir Samweis ein - der ja bekanntlich gerne kocht, auch wenn er offiziell Gärtner ist. Ich denke, er wird seinen Spaß dabei haben, das Menü zu kreieren. Tolle Hobbitspeisen erwarten meine Gäste!

2. ... Geld hat, die Party zu finanzieren


Nathan aus Nathan der Weise
Mir fällt schrecklicherweise niemand anderes ein (ich scheine nie Bücher mit wohlhabenden Charakteren zu lesen). Aber ich denke, Nathan wird das Fest gerne sponsern. Er ist doch ein freundlicher und großzügiger Mensch.

3. ... eine Szene verursachen könnte


Elisabeth Sturm aus der Splitterherz-Trilogie
Ich weiß nicht, warum ich sofort an sie denken muss - aber sie war in meinem Kopf, also wird sie eingeladen. Wahrscheinlich, weil sie einer der anstrengendsten Hauptcharaktere ist, die ich jemals kennen lernen durfte.

4. ... lustig/ komisch ist


Bartimäus aus Bartimäus
Der lustige Dämon ist definitiv in meinem Gedächtnis geblieben. Es gibt wenige Bücher mit so amüsanten Hauptcharakteren, auch wenn er wohl eher unfreiwillig komisch ist. Aber das macht ja nichts.

5. ... sehr sozial/ beliebt ist


Oha, eine wirklich schwere Kategorie. In Büchern trifft man doch eher auf sozial unverträgliche Charaktere. *grübel* Aber ich nehme:
Meronym aus Der Wolkenatlas
Ich denke, sie hat ein gutes Händchen für Menschen, wie sie im Verlauf der Handlung mehrfach beweist. Also wird sie eingeladen, sie wird sicher an allen Personen, die hier versammelt sind, ein großes Interesse zeigen und sich gut unterhalten.

6. ... ein Bösewicht ist


Jaime Lennister aus Das Lied von Eis und Feuer
Am liebsten hätte ich ja ebenfalls Snape gewählt, aber das wäre doch langweilig. Also nehme ich den Charakter, der zwar kein klassischer Bösewicht ist, aber anfangs einige negative Charaktereigenschaften mitbringt. Ich denke, er wird die Runde auf jeden Fall mit seinem lockeren Mundwerk aufmischen.

7. ... ein Ehepaar, das nicht zu Romantisch ist


Hier fallen mir nur Ehepaare ein, die im Laufe des Buches heiraten - und ich will ja nicht spoilern. Aber nun habe ich eines:
Jocelyne und Jocelyn Guerbette aus Alle meine Wünsche
Ich denke, sie würden die anderen Gäste auf jeden Fall nicht mit ihrer Turtelei nerven. Sie sind nicht mehr frisch verliebt und der Alltag ist in ihre Beziehung eingekehrt.

8. ... ein Held / eine Heldin ist


Atréju aus Die unendliche Geschichte
Da ich in letzter Zeit immer wieder an dieses wunderschöne Buch aus meiner Kindheit denken musste, lade ich hier Atréju ein. Er ist wohl der klassische Held, der sich ohne zu zögern auf seine gefährliche Mission begibt und auch in Notsituationen nicht verzweifelt. Mein Kindheitsheld also. :)

9. ... einen unterschätzten Charakter hat


Jenna aus Zweiunddieselbe 
Ihr Charakter wird wohl definitiv von den Menschen unterschätzt, sobald sie mehr über sie erfahren. Also ist Jenna hier wohl auf jeden Fall richtig.

10. ... einen Charakter deiner Wahl


Sherlock Holmes aus Sherlock Holmes
Ein wahrlich interessanter Charakter. Auch wenn er sicher etwas anstrengend ist, würde ich mich gerne einmal mit ihm unterhalten. Genial wäre es ja noch, wenn etwas von seinen Fähigkeiten auf mich abfärben würde. ;)



Und nun habe ich das Ende erreicht. Für einige Eigenschaften war es wirklich schwer, die passenden Charaktere ausfindig zu machen, aber am Ende hat es doch ganz gut geklappt. :)

Ich tagge Tin, denn ich bin mir sicher, dass ihr der TAG gefallen wird. Und ich gebe den TAG natürlich auch gerne an andere Interessenten weiter.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!
Miyann

[Rezension] Tage wie diese



John Green, Maureen Johnson, Lauren Myracle
Tage wie diese
Arena Verlag
9,99
ISBN 978-3-401-50383-7
1. Auflage 9. Mai 2012
400 Seiten
Klappenbroschur
Verlagsseite





Inhalt


Jubilee hat den perfekten Freund. Sie ahnt nicht, dass sie ihn in dieser Nacht verlieren wird – weil sie sich Hals über Kopf in einen Fremden verliebt. Manchmal vergisst Tobin völlig, dass der Herzog eigentlich ein Mädchen ist. Bis zu jenem magischen Moment im Schnee. Addie würde alles dafür geben, wenn Jeb ihr verzeihen könnte. Dabei ist er ihr längst viel näher als sie denkt … (Quelle)

»Wer ist im Gefängnis?«, fragte ich, weil ich nicht besonders schnell von Begriff bin und weil mir die Vorstellung , dass meine Eltern von einem fliegenden Elfenhotel getroffen worden waren, leichter fiel als die Vorstellung, dass man sie in Handschellen abgeführt hatte.
Der Jubilee-Express - Maureen Johnson, S. 21


Meine Meinung


Gut, ich hätte es mir denken können. Ich hätte mir wirklich denken können, dass es sich hier um drei Standardjugendromanliebesgeschichten im weihnachtlichen Gewand handeln wird. Aber ich habe es mir nicht gedacht.
Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass der Klappentext etwas ausführlicher ist und irgendwie besser klang als die kurze Zusammenfassung oben. Außerdem reizte mich der Gedanke der drei ineinander verschränkten Geschichten, denn da habe ich bereits großartige Bücher gelesen. Dieses hier war leider nicht so großartig.

Aber ich werde nun zuerst die positiven Aspekte des Buches nennen. Den Grundgedanken, drei Kurzgeschichten, die alle am selben Ort und zur selben Zeit spielen und von drei verschiedenen Autoren verfasst wurden, in einem Buch zu vereinen, finde ich klasse. So hat man mit den wechselnden Charakteren auch stark wechselnde Erzählweisen. Das ganze ist dann noch in einer weihnachtlichen Atmosphäre angesiedelt und passenderweise auch recht harmonisch angelegt.
Die Zitate habe ich extra aus den drei Teilen herausgesucht, vielleicht entsteht so bereits ein kleiner Eindruck der verschiedenen Stile.
Alle drei Geschichten sind wirklich nett zu lesen und bringen durchaus Spaß. Natürlich ist alles sehr auf das Thema Liebe fokussiert, aber das kann der aufmerksame Käufer ja auch bereits dem Klappentext entnehmen. Und es passt ja zu Weihnachten.

Der Herzog stand vom Sofa auf. »Du meinst, wir sollten im schlimmsten Schneesturm seit fünfzig Jahren zwanzig Meilen weit fahren, um mit einer Horde von Hühnern herumzuhängen, die es lustig finden, ein Spiel zu stehen, auf dessen Verpackung steht, dass es für Sechsjährige gedacht ist - und da sagst du, ich sei blöd?«
Ein cheer unglaubliches Weihnachtswunder - John Green, S. 159

Was ich vermisst habe, war die Tiefgründigkeit, die auf der Rückseite des Buches angekündigt wurde. Gut, es sind kurze Geschichten, aber ich habe schon wirklich kurze Geschichten gelesen, die sehr viel tiefgründiger waren. Diese hier gehen eben nicht über nette Liebesgeschichten hinaus. Oder ich habe irgendwas nicht mitbekommen, was natürlich auch der Fall sein kann.

Die Charaktere waren sehr durchmischt. Einige blieben für mich recht flach und schwer zu greifen, andere waren dagegen wirklich interessant. Dennoch reichte mir der kleine Ausflug mit ihnen, darauf waren sie letztendlich ja auch ausgelegt. Sie haben ihren Zweck also durchaus erfüllt, wenn ich es so ausdrücken darf.

Ich fand es etwas traurig, dass die Idee mit den verschränkten Geschichten nicht weiter ausgereizt wurde. So war es für mich doch etwas fad, ich denke, aus dem Prinzip hätte man mehr herausholen kann. Da fand ich nur den Silberfolienmann sehr gelungen, auch wenn er wie ein Element wirkte, dass gezwungenermaßen immer wieder auftauchen musste.

Also: Das Buch ist keinesfalls schlecht, es war nur einfach nicht ganz mein Ding. Daher werde ich es nun nicht für mein schlechtes Händchen mit gaaanz wenigen Sternen abspeisen. Es war ja auch durchaus nett zu lesen, so ist es nicht. :)

Sie kniff die Augen zusammen und rieb sich über die Stirn, als hätte sie plötzlich Kopfschmerzen bekommen. Dann ließ sie ihre Hand wieder fallen und sah mich an. »Adeline, ich hab dich lieb. Ich werde dich immer lieb haben. Aber …«
Meine Wirbelsäule begann zu kribbeln, denn ein Satz, in dem gleichzeitig »Ich habe dich lieb« und »aber« vorkommen, kann einfach nicht gut sein. »Aber was?«
Der Schutzheilige der Schweine - Lauren Myracle, S. 297


Fazit


Ein nettes Buch voller Herz und Schmerz in weihnachtlichem Gewand. Nett, wenn auch nichts Besonderes. Ich denke, aus dem Grundkonstrukt hätte man etwas mehr herausholen können.

Idee: 4/5
Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Schreibstil: 3/5
Lesespaß: 3/5

Gesamt:
  

[Statistik] Monatsübersicht Dezember 2012

Hallo!

Zuerst einmal wünsche ich euch ein froher neues Jahr! Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Silvesterfeier. Ich fahre heute zurück nach München, dementsprechend habe ich nicht allzu viel gefeiert, um die Fahrt munter zu überstehen.

Trotz Urlaub bei meinen Eltern habe ich die Monatsstatistik vorbereitet. Es war ja in der letzten Zeit etwas still, aber die wenige Zeit bei der Familie muss natürlich genutzt werden.

Ab nächster Woche wird es dann auch wieder mehr bei mir zu lesen geben, ich habe noch einige Rezensionen ausstehen und auch sonst ein bisschen Material für den Blog. Erst einmal muss ich aber nachlesen, was ich auf anderen Blogs alles verpasst habe. Das nächste Wochenende ist also schon mal ausgebucht. :)

Viele Grüße
Miyann



Überraschung des Monats: 

Das war ganz klar Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus. Eine wirklich positive Überraschung, das Buch hat mir viel Spaß gebracht und war toll konstruiert.

Enttäuschung des Monats:

Da schwanke ich zwischen Alles was ich will und Tage wie diese. Die Bücher haben mich beide nicht so umgehauen, wobei das erstgenannte noch etwas ärgerlicher für mich war. Tage wie diese war für Freunde solcher Bücher wohl durchaus solide.



Mary E. Pearson. Zwei und Dieselbe. 
Das Buch habe ich zufällig als Mängelexemplar gefunden. Wer kann da widerstehen? Ich dachte, das Buch wäre ein normales Jugendbuch - da habe ich mich ganz schön getäuscht. Manchmal hilft es, vorher Beschreibungen zu lesen. Aber es war ja eine positive Überraschung.

Fazit:
Ein interessantes Buch, das ich als sehr schön geschrieben empfunden habe. Auch das zentrale Thema fand ich wirklich gelungen diskutiert - Was macht einen Menschen aus? Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Nur das Ende sagte mir nicht ganz zu.

Eine Rezension habe ich zu diesem Buch nicht geschrieben, ich denke, ich habe da nicht viel Neues beizutragen.




Vikki Wakefield. Alles was ich will.
Ein Buch, das recht vielversprechend klang. Ich habe es für die aktuelle Challenge, an der ich teilnehme, gekauft.

Fazit:
Leider hat es meine Erwartungen absolut nicht erfüllt. Bis zu einem gewissen Punkt hat mir das Buch ganz gut gefallen, aber je mehr ich gelesen habe, desto schlechter wurde es in meinen Augen. Nein, definitiv nicht mein Buch.

Hier findet ihr die Rezension zu dem Buch.







George R.R. Martin. Das Lied von Eis und Feuer. Sturm der Schwerter.
Das ist also der erste Teil vom dritten Band der Reihe. Ein Riesenbrocken, da empfinde ich die Teilung doch als recht sinnvoll.

Fazit:
Das Buch hat meine Erwartungen voll erfüllt, es waren wieder einige unerwartete Wendungen dabei. Und die armen Charaktere! Ich denke, Teil 2 von Band 3 wird bald bei mir einziehen, auch wenn der Cliffhanger gar nicht sooo böse war.

Eine Rezension wird es zu dem Buch nicht geben, das finde ich bei Reihen immer etwas ... schwierig.





Jan de Leeuw. Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus.
Ich weiß echt nicht, wieso ich dieses Buch mitgenommen habe, aber ich bereue es auf jeden Fall nicht. Auch wenn ich mich mit dem Umschlag nicht richtig anfreunden kann, war der Inhalt umso überzeugender.

Fazit:
Ein wunderbares Lesevergnügen, ein tolles Buch. Anders, aber es hat mich überzeugt.

Die Rezension könnt ihr hier finden.







John Green, Maureen Johnson, Lauren Myracle. Tage wie diese.
Auf der Suche nach Jugendbüchern bin ich gemeinsam mit meiner Mutter auf dieses hier gestoßen (in der Buchhandlung war die Auswahl leider nicht so riesig).

Fazit:
Nicht mein Buch, aber das ist mein Fehler. Nicht besonders tiefgründig (auch wenn das auf dem Umschlag angekündigt wurde), eher eine nette weihnachtliche Unterhaltung mit ganz viel Liebe und Herz.

Eine Rezension wird es in den nächsten Tagen geben.







Rolf Lappert. Pampa Blues.
Von Rolf Lappert habe ich bisher nur ein Buch auf meinem SUB liegen, soweit ich weiß, gelesen habe ich bisher noch nichts. Dennoch ist mir der Name ein Begriff. Daher fiel der Griff zu diesem Buch sehr leicht.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch mit einer besonderen Atmosphäre. Für mich war es mal erfrischend anders.

Die Rezension wird in den nächsten Tagen kommen.








Cornelia Funke. Hinter verzauberten Fenstern.
Mein Weihnachtsbuch. Jedes Jahr zu Weihnachten lese ich meinen Eltern ein Buch vor, dieses Jahr fiel die Wahl auf dieses hier. Ich mag Cornelia Funke sehr, besonders ihre alten Kinderbücher.

Fazit:
Ein wirklich schönes Kinder-Weihnachts-Buch. Ich würde es bedenkenlos als Vorlesebuch zur Weihnachtszeit weiterempfehlen. Wirklich nett, meine Eltern hatten ihren Spaß. ;)

Eine genauere Meinung zu dem Buch wird noch kommen.