[Fotos] Herbsttage

Hallo. :-)

Da ich sehr gerne fotografiere, werde ich in Zukunft immer mal wieder ein paar Fotos hier posten.
Obwohl hier in den letzten Tagen schon der Winter ausgebrochen ist, möchte ich noch einige Herbstfotos vorstellen. Ich weiß, dass es davon derzeit überall nur so wimmelt, aber der Herbst ist doch auch schön. Und viel zu schnell vorbei.
Leider ist meine nähere Umgebung hier nicht die schönste, um Naturfotos zu machen, aber ein paar Bilder sind doch entstanden. Das ist jetzt eine kleine Auswahl, ich habe festgestellt, dass ich doch einiges da habe. :-)



Bunte Blätter schmücken die Bäume. Und es ist so schön, durch das Laub zu streifen. Noch schöner ist es aber, wenn die Lichstrahlen durch das bunte Laub brechen und es im leichten Wind raschelt.




Im Wald kann man den Herbst noch nicht so stark fühlen wie unter den bunten Laubbäumen. Hier trifft man eher auf schattige Plätze voller Moos und Pilzen.
Der Schatten ist hierbei auch das größte Problem: Das wenige Licht macht das Fotografieren nicht ganz einfach.



Dafür gibt es einiges zu entdecken. Zum Beispiel diese schönen Beeren. 


Und zuhause geht es dann ans Keksebacken - schließlich naht der Winter und man braucht eine schützende Speckschicht. ;-)


Viele Grüße
Miyann :-)

[TAG] 8 Dinge ... über Bücher

Ich bin von der lieben Kaugummiqueen getaggt worden. Mein erster TAG und dann auch noch zu so einem schönen Thema - netterweise darf man auch ihr schickes Banner weiterverwenden:


1. Ich lese Bücher mittlerweile hauptsächlich abends. Ganz selten auch mal am Wochenende tagsüber oder in der U-Bahn. Leider komme ich kaum noch zum Lesen und verschlinge Bücher nicht mehr so wie früher. 

2. Ich bin ein oller Büchersammler. Wenn ich in einer Buchhandlung bin, kann ich einfach nicht ohne ein Buch gehen und so türmt sich mein SUB immer weiter ...

3. Im Moment lebe ich leider ohne den Großteil meiner Bücher. Sie warten in meiner Studienstadt auf meine Rückkehr aus dem Praxissemester, das ich in einer anderen Stadt verbringe. 

4. Ich mag schön gestaltete Bücher. Hübsche Cover ziehen mich magisch an, wobei ich da derzeit auch sehr auf typografische Lösungen stehe. 

5. Früher habe ich hauptsächlich Taschenbücher gekauft, mittlerweile ziehe ich doch die gebundenen Exemplare vor. Sie sind einfach so ... schön. Ist aber natürlich immer eine Kostenfrage. :-)

6. Meine Bücher stehen derzeit nach Verlagen sortiert in meinem Regal. Sehr seltsam, aber irgendwie ist es dazu gekommen und es sieht sehr schön aus. 

7. Wenn ich sehe, dass Bücher brutal geknickt oder im schlimmsten Fall auseinandergeschnitten werden, blutet mein Bücherherz. 

8. Ich durfte einmal selber Bücher binden. Das war eine großartige Erfahrung und so habe ich mir ein paar Materialien gekauft, um das auch zuhause in etwas ... laienhafterer Form wiederholen zu können. 

Ja, das waren die acht Dinge über Bücher. Und nun muss ich jemand anderen taggen. Nur wen? Hat jemand Lust auf den TAG? Ich möchte so ungern jemanden bestimmen. :-)

[Rezension] Noir




Jenny-Mai Nuyen
Noir
Rowohlt Verlag
14,95 €
ISBN 978-3-86252-028-2
1. Auflage Oktober 2012
384 Seiten
Klappenbroschur
Verlagsseite





Nino Sorokin kann den Tod sehen. Er weiß genau, wann er sterben wird: und ihm bleibt nicht mehr viel Zeit. Also macht er sich auf die Suche nach einer Rettung, nach einem Weg, der ihn vor seinem Tod retten wird, denn seine Uhr tickt.

Eine Gänsehaut schoss Ninos Rücken hinauf, als er ihm in die Augen sah. Mord. In Wahnsinn, in Feuer. In einem Albtraum. (S. 26)

Ein neuer Roman, in einem neuen Verlag, der tatsächlich ganz neu daherkommt: Erwachsener, reifer, sowohl die Handlung, als auch der Schreibstil. Jenny-Mai Nuyen wagt den Sprung aus der All-Age-Fantasy-Ecke in ein neues Genre. In welches? Schwer zu sagen. Für mich wirkt es, als wäre sie irgendwo dazwischen hängengeblieben, hätte das Ziel nicht ganz erreicht. Aber ich beginne lieber der Reihe nach ...

Das Buch begann absolut faszinierend, die zwei Prologe haben mich sofort angesprochen. Besonders gut gefiel mir auch die Aufteilung des Romans. So springt der Leser zwischen dem Jetzt (Präsens, 2./1. Person, ohne Serifen gesetzt) und der Vergangenheit, die die Vorgeschichte aufdeckt und die Hintergründe zu dem Jetzt beleuchtet (Präteritum, 3. Person, Serifenschrift). Gerade diese verschiedenen Teile machten für mich den Reiz des Buchanfangs aus. Ich versank in dem wunderschönen Schreibstil und der Tiefgründigkeit des Textes.

»Noir« thematisiert große Themen: Leben und Tod, den Sinn des Lebens, die Suche nach der eigenen Identität, das Erwachsenwerden und die Liebe. Auch Fragen wie: »Was macht das Leben eigentlich aus? Was genau ist am Leben lebenswert?« finden ihren Platz. Also eigentlich sehr viel Stoff, der zum Nachdenken anregt.
Diese Themen sind verpackt in einen wunderbaren Schreibstil. Wunderschöne Metaphern und tolle, passende Stilwechsel. Dies sorgt für eine großartige Stimmung, zwar etwas depressiv, aber das hat mir durchaus gefallen.

Irgendwann allerdings verflog meine Faszination und mir begann etwas zu fehlen. Ich kann immer noch nicht genau in Worte fassen, was es war ... Aber ab der Hälfte des Buches entstand diese Durststrecke. Der Roman war nicht mehr so fesselnd, wie noch zu Beginn. Die Handlung erschien mir plötzlich zäh und auch ziemlich vorhersehbar. Und der schöne Schreibstil konnte es nicht mehr ganz wettmachen. Ebenso wie die tiefgründigen Gedanken - irgendwann, muss ich zugeben, hatte ich das Gefühl, nur noch das Gleiche zu lesen, das zwar sehr schön verpackt war, aber letztendlich doch immer um dieselben Themen kreiste ohne eine neue Erkenntnis heraufzubeschwören.

Nino mochte ich sehr gerne. Ein Suchender, der experimentiert, nicht genau weiß, auf was er eigentlich hinsteuert. Sein vorrangigstes Ziel ist das Überleben - zumindest bis er Noir trifft.
Noir blieb etwas blass. Aber ich denke, das passt durchaus zum Inhalt. Noir soll blass sein und diese Blässe hat Jenny-Mai Nuyen sehr gut transportiert.

Außerdem habe ich noch einen Spoiler-Kritikpunkt (zum Lesen markieren):
Was mir nicht ganz gefiel, war die starke Körperlichkeit der Liebe in diesem Buch. Sicher, es ist ein wichtiger Bestandteil einer Beziehung, aber dass es so ins Zentrum gerückt wird und das einzige ist, das Noir festhalten kann ... Hm. Da bin ich vielleicht romantisch verklärt (wobei ich davon eigentlich das absolute Gegenteil bin).
Ein weiteres Diskussionsthema ist der Drogenkonsum, der ein großer und wichtiger Bestandteil des Buches ist. Damit hatte ich nun nicht so große Probleme, aber ich kann die Kritik einiger Leser verstehen. 

Man merkt vielleicht, dass mich das Buch sehr zwiegespalten zurücklässt. Ich finde die Entwicklung, die Jenny-Mai Nuyen hingelegt hat, wirklich faszinierend, aber das Buch wirkt auf mich noch nicht ganz rund. Teilweise versucht sie vielleicht zu erwachsen zu wirken. Aber ich freue mich auf jeden Fall auf die Zukunft und die kommenden Bücher von ihr!

Die Geschichte von ihm, der du nicht mehr bist, entfaltet sich vor dir wie eine Rosenknospe; aufklaffende Blütenblätter, die sich alle gleichen und so verschlungen sind, dass man nie weiß, welches nun welches umarmt.
(S. 73)


Ein neuer, anderer Roman von Jenny-Mai Nuyen, die einen Schritt hin zu einer anspruchsvolleren Literatur wagte. Ich denke, dieser Schritt ist ihr ganz gut gelungen - man sieht auf jeden Fall eine Entwicklung. Dennoch habe ich das Gefühl, dass »Noir« noch etwas zwischen den Fronten hängt.
Ich bin wirklich gespannt auf ihr nächstes Buch!

Idee: 3,5/5
Handlung: 3/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 5/5
Lesespaß: 3,5/5

Gesamt

[Blog] Alles neu

Ja, der Blog erstrahlt in neuem Glanz. Kaum eine Woche existent, hatte ich schon das Bedürfnis, eine Umgestaltung vorzunehmen. Das vorherige Layout hat mir einfach nicht richtig gefallen. Nun bin ich relativ zufrieden. Auf jeden Fall finde ich die Farben viel ansprechender und auch die Aufteilung gefällt mir ganz gut.

Das Rumfummeln am Blogspot-Layout ist zwar meist mit erbitterten Flüchen von meiner Seite verbunden, aber dafür hat am Ende alles so geklappt wie ich es wollte. :-)

Mal sehen, wie lange das Layout so bleibt, wie es ist. Wahrscheinlich werde ich in nächster Zeit nochmal kleine Ausbesserungen vornehmen, aber fürs Erste ist es so ganz gut, denke ich.

[Rezension] Der Wolkenatlas


David Mitchell
Der Wolkenatlas
Rowohlt Verlag
9,99
ISBN 978-3-499-24036-2
1. Auflage November 2007
672 Seiten
Broschiert
Leseprobe
Verlagsseite









Sechs Lebenswege, die sich unmöglich kreuzen können: darunter ein amerikanischer Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht, ein britischer Komponist, der 1931 vor seinen Gläubigern nach Belgien flieht, und ein koreanischer Klon, der in der Zukunft wegen des Verbrechens angeklagt wird, ein Mensch sein zu wollen. Und dennoch sind diese Geschichten miteinander verwoben. Mitchells originelle Menschheitsgeschichte katapultiert den Leser durch Räume, Zeiten, Genres und Erzählstile und liest sich dabei so leicht und fesselnd wie ein Abenteuerroman. (Quelle)

Sonnenbeschienene Dächer, Schnellstraßen, Pendlersilos, AdVs, Beton … und dahinter, ganz weit in der Ferne, senkte sich der Bauch des Himmels hinab zu etwas, wo alles Leid der Worte ›Ich bin‹ sich in friedliches Blau auflöste.
(S. 452)





Dieses Buch habe ich ziemlich blind gekauft. Der Trailer zum Spielfilm hat mich darauf aufmerksam gemacht und ich wollte das Buch unbedingt lesen - glücklicherweise lief es mir in einer Buchhandlung über den Weg. Von David Mitchell habe ich bisher erst einen Roman gelesen, Number Nine Dream, der mir ziemlich gut gefallen hat.

Der Klappentext vom Wolkenatlas hat mich wirklich neugierig gemacht und so musste es keine lange Zeit auf meinem Sub verbringen. Ich startete gleich hinein - und war etwas ernüchtert. Denn der erste Teil des Romans ist alles andere als leichte Kost. Da ich Abendleser bin, war ich vielleicht auch einfach zu müde, um dem Buch die benötigte Aufmerksamkeit zu schenken, aber durch das erste Stück des Romans und den ersten Lebensweg habe ich mich wirklich etwas durchgequält.

Dabei hat mich der Schreibstil aber stets fasziniert. Denn David Mitchell reizt in diesem Roman die Möglichkeiten, die sich ihm als Schriftsteller bieten, vollkommen aus. Jede seiner Figuren hat ein eigenes Erzählformat und einen ganz eigenen Stil, der dem jeweiligen Jahrhundert angepasst ist. Das ist wirklich großartig, wenn auch nicht immer einfach zu lesen.

Zu dem Aufbau des Buches lässt man am besten ein Zitat eines der Protagonisten sprechen:
Habe die letzten vierzehn Tage im Musikzimmer zugebracht und die Fragmente dieses Jahres zu einem »Sextett für einander überschneidende Solostimmen« umgearbeitet: Klavier, Klarinette, Cello, Flöte, Oboe, Violine, jedes Instrument mit einer ganz eigenen Sprache aus Tonart, Melodik und Klangfarbe. Im 1. Satz wird jedes Solo vom nachfolgenden unterbrochen; im 2. setzen sich die unterbrochenen Soli in umgekehrter Reihenfolge fort. Revolutionär oder effekthascherisch? Werde das erst erfahren, wenn es fertig ist, und dann ist es zu spät […]
(S. 585)
Genau das ist der Wolkenatlas. Sechs Personen, die in oben beschriebener Weise zur Worte kommen. So sind die einen die Zukunft des anderen und gleichzeitig die Vergangenheit des nächsten. Und diese Verbindungen werden einem erst in der Umkehrung der Erzählweise richtig bewusst.

Thematisch sind die einzelnen Abschnitte ganz unterschiedlich. Stehen im zweiten Abschnitt die Briefe eines Künstlers im Vordergrund, der darunter leidet, seine Kunst nicht unabhängig vom Materiellen ausleben zu können, geht es im dritten Abschnitt um eine Reporterin, die für die Wahrheit kämpft. Aber immer tauchen dieselben Grundmotive auf: Freiheit, Zivilisation, die Macht der Herrschenden und die Unterdrückung der Schwachen. Und natürlich geht es um die Reise von Seelen, auch wenn das Thema nicht aufdringlich in den Vordergrund gestellt wird.

Ich muss gestehen, dass ich erst nach der Hälfte so richtig mit dem Buch warm geworden bin. Dann hat es mich fasziniert und mich gefesselt, begeistert. Ich denke, die Begeisterung ab der Mitte des Buches liegt auch daran, dass die meisten kleinen Abschnitte ihren Sog erst richtig in der zweiten Hälfte entfalten, so als wäre die erste Hälfte nur eine Einleitung.

Die Charaktere, selbst die Nebencharaktere, die ja wirklich nur einen kleinen Platz im entsprechenden Abschnitt einnahmen, geistern immer noch in meinem Kopf herum, so intensiv  habe ich an einem kleinen Teil ihres Lebens teilgenommen. Dabei muss ich hinzufügen, dass mich einige Abschnitte stärker begeistert haben als andere. Der arme Pazifikreisende wird mein Herz wohl nie so sehr erobern wie der koreanische Klon.

Dieses Buch wird auf jeden Fall nicht mein letztes von David Mitchell gewesen sein, denn es war so ein interessantes Leseerlebnis, das ich gerne wiederholen möchte. Unbedingt wiederholen möchte!  

Dabei stehe ich nun der gefilmten Umsetzung sehr kritisch gegenüber: Wie möchte man so etwas verfilmen? Diese Frage schwirrt mir immer wieder durch den Kopf. Der Schreibstil war für mich in diesem Buch so bedeutend, dass ich mich frage, wie es ohne ihn funktionieren soll. Aber ich bin gespannt.
Von unten aus dem Kajak sah ich den kwabblichen Wolken zu. Seeln wandern durch die Zeiten wie die Wolken übern Himmel, un wenn ner Wolke ihre Form un Farbe un Größe auch nie dieselbe bleibt, is sie doch immer ne Wolke, un genauso isses mit ner Seele auch. Wer weiß schon, von wo ne Wolke hergeweht is un was fürn Mensch ne Seele morgen sein wird?
(S. 412)




Ein faszinierendes Buch, dass durch seinen Schreibstil (oder seine Stile?) brilliert und so einen weiten Bogen durch die Weltgeschichte spannt - von der Vergangenheit in die Zukunft und wieder zurück. Nicht immer leichte Kost, aber dennoch hat es mich stets begeistert.

Idee: 5/5 
Charaktere 5/5 
Schreibstil: 5/5 
Lesespaß: 4/5 (für die Startschwierigkeiten) 

Gesamt: 

[SUB] Neues auf dem SUB

Dank der Frankfurter Buchmesse haben wieder einige neue Bücher den Weg zu mir gefunden, die schon lange auf meiner Liste standen. Ich stelle dann mal die Neuankömmlinge und meine Erwartungen an die Bücher vor:




Ursula Poznanski
Die Verratenen
Loewe Verlag
18,95
ISBN 978-3-7855-7546-8
1. Auflage 2012
464 Seiten
Gebunden
Ab 14 Jahren
Verlagsseite




Dieses Buch wollte ich schon lange haben, denn ich mag die Bücher von Ursula Pozananski sehr. Außerdem habe ich schon so viele begeisterte Rezensionen gelesen ... Und so konnte ich es mir vor Ort kaufen und gleich signieren lassen - na wenn das nicht perfekt ist?!
Erwartungen: Ein Dystopie-Roman, der sich positiv von den anderen Romanen dieses Genres abhebt.




Jenny-Mai Nuyen
Noir
Rowohlt Verlag
14,95
ISBN 978-3-86252-028-2
1. Auflage Oktober 2012
384 Seiten
Klappenbroschur
Verlagsseite





Ich habe von Jenny-Mai Nuyen fast alle Bücher gelesen, ich schätze ihren Schreibstil und ihre Fantasie. Nun also der neue Roman in einem neuen Verlag, der damit verspricht, ganz anders zu werden als seine Vorgänger. Auch ein Buchmessekauf und auch signiert (ich finde es immer toll, dass sie sich in den Büchern dann noch zeichnerisch auslässt).
Erwartungen: Etwas ganz neues von Jenny-Mai Nuyen, wie immer mit einem tollen Schreibstil. 




Gerd Rübenstrunk
Der letzte Zauberlehrling
Ars Edition
16,99
ISBN 978-3-7607-8679-7
1. Auflage Juli 2012
448 Seiten
Gebunden
Ab 12 Jahren
Verlagsseite




Gerd Rübenstrunk! Das erste Mal habe ich von ihm auf der Buchmesse in Leipzig dieses Jahr gehört. Da wurden wir ganz zufällig Zeugen der Lesung aus "Rebellen der Ewigkeit" und waren begeistert. Ein wirklich sympathischer Autor.
Also habe ich auch seiner Lesung in Frankfurt aus seinem neuen Buch gelauscht und war wieder begeistert, auch wenn mich einige Inhalte etwas zwiegespalten zurückgelassen haben. Aber ich bin gespannt.
Erwartungen: Ein nettes, unterhaltsames Kinderbuch, aber ich habe keine zu hohen Erwartungen.




Nina Blazon
Totenbraut
Ravensburger Buchverlag
Taschenbuch: 8,99
ISBN 978-3-473-58393-5
Broschiert
Verlagsseite







Ein Zufallskauf. Nicht geplant, aber es lag plötzlich für 5€ vor mir und das bei der gebundenen Ausgabe, da muss man ja zugreifen. Von Nina Blazon habe ich bisher noch nicht viel gelesen, aber alle sind ja immer sehr begeistert von ihren Büchern.
Erwartungen: Ein unterhaltsamer Roman, von dem ich aber nicht erwarte, dass er sich von der Masse abhebt. Ich bin also bereit für Überraschungen.   



Als nächstes werde ich wohl zu dem Buch von Jenny-Mai Nuyen greifen. Da bin ich wirklich total gespannt. Oder lieber doch erst was anderes? Keine leichte Frage ... :-)

[Bla] Frankfurter Buchmesse 2012

Und wieder steht eine neue Buchmesse an. Ich freue mich schon total drauf, die beiden Buchmessen gehören immer zu meinen Jahreshighlights. Nicht nur wegen der Bücher, ich treffe meist auch viele Freunde wieder und lerne neue Leute kennen. So ist das Buchmessewochenende ein richtiges Erlebnis. :-)

Dieses Jahr habe ich sehr genau geplant, was ich mir am Wochenende alles angucken möchte. Auf jeden Fall  steht die Halle des Gastlandes auf meiner Liste, da gibt es auch noch einige interessante Vorträge und Aktionen (wie zum Beispiel "So geht Steampunk" am Samstag um 10:45). Außerdem bin ich gespannt auf das Design der Halle, Island hat letztes Jahr Unglaubliches abgeliefert und ich hoffe, dass Neuseeland damit mithalten kann. Ich werde auf jeden Fall meine Kamera dabei haben, um meine Eindrücke festhalten zu können.

Dann freue ich mich auf die Lesung von Gerd Rübenstrunk am Sonntag um14:30, ich hatte schon das Glück, an einer Lesung von ihm bei der Leipziger Buchmesse teilnehmen zu können und kann es wirklich nur weiterempfehlen. Ein sehr sympathischer Mensch und interessanter Autor.
Ansonsten stehen keine weiteren Lesungen auf dem Programm, aber ich hoffe, dass ich mir ein paar Autogramme sichern kann, wie von Jenny-Mai Nuyen und Ursula Poznanski.

Ich habe schon versucht, ein wenig Geld zusammenzusparen, um mir zusätzlich zu dem teuren Zugticket noch ein paar Bücher leisten zu können. Denn was ist eine Buchmesse, wenn man ohne Bücher zurückkehrt? Das geht natürlich gar nicht.
Ich bin gespannt, was mir alles Spannendes über den Weg laufen wird.

Man merkt es vielleicht: Meine Vorfreude ist schon riesig und ich habe bereits angefangen, meinen Koffer zu packen und alle Sachen zu planen, die ich noch vorher erledigen muss. Am Freitag geht es gleich nach Arbeitsende nach Frankfurt (ich hoffe ja, dass ich einen Sitzplatz im Zug finde), bzw. nach Mainz, weil ich da bei einer Freundin übernachten werde. Das Messewochenende lasse ich dann gemütlich mit einem freien Montag ausklingen.

[Rezension] Reckless - Lebendige Schatten

Das dunkle Märchen geht weiter ...


Cornelia Funke
Reckless - Lebendige Schatten
Dressler Verlag
19,95
ISBN 978-3-7915-0489-6
1. Auflage September 2012
416 Seiten
Gebunden
Ab 14 Jahren
Verlagsseite









Jacob Reckless’ düstere Abenteuer gehen weiter. Seinen Bruder Will hat er retten können, doch der Preis war hoch. Wird sich die Motte auf seiner Brust, Zeichen des Feenfluchs, lösen und zu ihrer Herrin fliegen, ist Jacob dem Tode geweiht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt – und ein Wettkampf mit dem Goyl Nerron um den einen Schatz. Er kann die Welt auf der anderen Seite des Spiegels ins Verderben stürzen – und ist doch Jacobs einzige Rettung. Gemeinsam mit dem Mädchen Fuchs kämpft Jacob nicht nur um sein Leben. (Quelle)

Bestens. Als ob es nicht reichte, dass er sich ein Wettrennen mit dem Tod liefern musste.





Ich liebe die Spiegelwelt einfach! Dieses märchenhafte und gleichzeitig düstere Flair nimmt mich jedes Mal sofort gefangen. Die Welt, die sich im Umbruch befindet, in der langsam die alten Traditionen, die sie von unserer Welt unterschieden, verloren gehen, die sich immer weiter der Moderne annähert, fasziniert mich. Das ist es, was die Atmosphäre des Buches für mich ausmacht. Diese zersplitterte Welt, mit Jacob darin, der doch immer noch versucht, an der alten Märchenwelt festzuhalten, da er weiß, wie eine moderne Welt aussehen kann.
Das ist es, was Reckless für mich besser macht als die Tintentrilogie, die mich nie so sehr begeistern konnte.

Nach dem etwas enttäuschenden ersten Band der Reihe, kommt nun also der zweite Band der Spiegelwelt. Ich muss sagen, dass ich »Steinernes Fleisch« nicht so schlecht fand, wie viele andere Leser, aber dennoch konnte ich auf jeden Fall eine Qualitätssteigerung feststellen. Woran das liegt, kann ich leider nicht genau in Worte fassen, dazu liegt der erste Teil wohl schon zu weit in der Vergangenheit.

Jacob ist dem Tode geweiht und gemeinsam mit Fuchs macht er sich auf die Suche nach einer Rettung. Er jagt alten Legenden hinterher und doch scheint seine Situation hoffnungslos zu sein. Als er endlich meint, eine Lösung gefunden zu haben, gibt es auch noch einen erbitterten Konkurrenten, der sich parallel auf die Jagd begibt.
Diese Jagd verleiht dem Buch eine ganz besondere Dynamik. In Kombination mit den kurzen Kapiteln ist man schnell versucht, immer weiterzulesen. Zumindest ging es mir so, dass ich das Buch abends nur schwer aus der Hand legen konnte.

Cornelia Funke wechselt häufig die Perspektiven, sodass man sich in jeden Charakter sehr gut hineinversetzen kann, ob in Jacob, Fuchs oder ihren Gegenspieler Nerron. Die Charaktere gefielen mir alle wirklich sehr gut. Natürlich gibt es die klassischen Bösewichte, auch wenn sie in teilweise in ungewöhnlicher Gestalt daherkommen, aber gerade die drei Hauptcharaktere wirkten sehr greifbar und realistisch. Besonders Jacob mit seinem andauernden Kampf gegen seine Unfähigkeit, Schwäche zu zeigen, fand ich sehr gelungen.

Der Schreibstil von Cornelia Funke ist einfach wunderbar. Sie erschafft Bilder vor meinen Augen und die zerrissene Spiegelwelt wurde in meinem Kopf immer wieder lebendig. Ich habe mit Fuchs und Jacob mitgelitten, ich habe atemlos ihre Jagd verfolgt. Langweilig wurde das Buch an keiner Stelle, ganz im Gegenteil. Vor allem die vielen Details, die einen immer wieder überraschen und die Spiegelwelt lebendig erscheinen lassen, fand ich sehr gelungen.

Sehr gut haben mir auch die Elemente gefallen, die Stoff für spätere Bücher bieten. Ganz unauffällig wurden sie im Hintergrund eingebunden und am Ende ... ah, ich darf nicht zu viel verraten. Aber das ist ein Punkt, der mich sehnsüchtig auf den nächsten Teil von Reckless warten lässt.

Positiv erwähnen muss ich auch noch den Verzicht der klassischen Liebesgeschichte, die in den Jugendromanen doch immer wieder auftaucht. Ich fand es sehr angenehm, ein Buch ohne überflüssigen Kitsch zu lesen.

Und natürlich muss ich am Ende noch die schönen Illustrationen loben. Wie immer sehr schön und sehr stimmungsvoll. Am Anfang jedes Kapitels gibt es ein einleitendes Bild. Manchmal hätte ich mir fast noch mehr untermalende Bilder gewünscht.

Sie nahmen eine der weniger befahrenen Straßen nach Nordwesten, die sich an Feldern und Wiesen vorbeiwand, die vergessen ließen, dass Däumlinge und Stilze in Albion inzwischen genauso selten anzutreffen waren wie Hobs, die albische Variante der Heinzel, oder die geschuppten Wasserpferde, die man noch vor ein paar Jahren an jedem Fluss hatte grasen sehen. Der letzte Goldrabe starrte ausgestopft aus einer Museumsvitrine, Einhörner gab es nur noch auf dem Königswappen, und Albion baute in Londra, der alten Hauptstadt, Paläste, die der neuen Zauberei huldigten: der Wissenschaft und der Ingenieurskunst.




Ein wirklich schönes und stimmungsvolles Buch, in dem man sehr schnell versinken kann. Die düstere Spiegelwelt hat mich sofort gefangen genommen.  Der zweite Band hat mir auch auf jeden Fall besser gefallen als der erste. Ich freue mich auf den dritten Teil!

Idee: 4,5/5
Charaktere 4/5
Schreibstil: 4,5/5
Lesespaß: 5/5

Gesamt:

[Rezension] Trix Solier - Zauberlehrling voller Fehl und Adel


Sergej Lukianenko
Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel
Gulliver
Roman
9,95 €
ISBN 978-3-407-74334-3
1. Auflage 2012. 584 Seiten.
Broschiert.
Ab 11 Jahre
Leseprobe
Verlagsseite





Trix, Erbe des Herzogtums Solier, wird Opfer eines gemeinen Putschs. Er schwört Rache. Bloß wie? Die wilde Welt jenseits der Schlossmauern ist nichts für zarte Jünglinge. Grässliche Untote, verwirrte Feen und minderbemittelte Minotauren machen Trix das Leben schwer. Aber dann entdeckt er ein ungeahntes Talent: Ist er zum Magier berufen? Mit neuem Mut versucht sich Trix als Retter der schönen Fürstin Tiana, die zwangsverheiratet werden soll. Im Gegenzug verspricht Tiana ihm dabei zu helfen, den Thron zurückzuerobern. Die beiden schmieden einen tollkühnen Plan … (Quelle)

Hier muss ich hinzufügen, dass der Klappentext meiner Meinung nach ein falsches Buch von dem Inhalt des Buches vermittelt. Grob stimmt schon alles, aber irgendwie trifft er die Tonalität des Buches nicht ganz. Für mich schwingt nicht so viel Witz mit, wie man zwischen den Buchseiten letztendlich findet. 

Er hieß Kakritur oder Krikatur, das hatte Trix nicht richtig verstanden, weshalb er jedes Mal, wenn er sich an ihn wandte, durch die Nase sprach und flüsterte, als sei er überraschend einem Schnupfen zum Opfer gefallen.

Ich muss zugeben, dass dieser Buchkauf ein absoluter Zufallskauf war. Für einen Lesetag suchte ich ein »magisches« Buch - und dann stand ich in der Buchhandlung und fand keines. Vampire, Dystopien, Elfen, das gab es alles. Aber ein Buch mit einer Welt voller Magie (außer Harry Potter) suchte ich vergeblich. Dann stolperte ich über »Trix Solier«. Ich kenne bereits einige Bücher von Sergej Lukianenko und schätze ihn als Autor sehr, aber ein Kinderbuch? Obwohl ich eher kritisch an die Sache heranging, wanderte das Buch mit zu mir nach Hause.

Am Anfang hat mich das Buch extrem verwirrt. Man wird ziemlich schnell in die Handlung hineingeworfen und besonders bei einem Szenenwechsel fragte ich mich, was überhaupt vorgefallen war, weil ich dem Ganzen nicht so schnell folgen konnte.
Als ich diese erste Hürde aber genommen hatte, war ich wirklich begeistert: Die Geschichte ist wirklich einmalig, abwechslungsreich und liebenswert. Im Buch warten tolle und ungewöhnliche Charaktere auf den Leser, wie Trix selbst, seine elfische Begleitung oder der Magier Radion Sauerampfer. Besonders den Letztgenannten habe ich ins Herz geschlossen. Seltsamerweise ist nur ein Hauptcharakter blass in meiner Erinnerung geblieben, das war etwas schade.
Auch die Nebencharaktere sind größtenteils wunderbar gelungen und sorgen immer wieder für Überraschungen. Und was mich besonders begeistert hat: Kaum einen Charakter trifft man nur einmal - so sieht man jeden urigen Kauz meist nochmal wieder.
Die Welt, die Lukianenko erschaffen hat, ist teilweise unserer gar nicht so unähnlich und dann wieder herrlich skurril mit ihren ganz eigenen Regeln und Gesetzen.

Begeistert hat mich auch der Humor des Buches. Es nimmt sich selber nicht zu ernst und hat mich nicht nur einmal zum Schmunzeln gebracht. Die vielen Andeutungen auf unsere heutige Zeit (wie der Kalte Krieg oder McDonalds) bereichern das Buch und waren für mich eines der Highlights. Gegenwartskritik versteckt in einem abgedrehten Fantasyroman - das ist schon gelungen.
Der Schreibstil hat mir auch gut gefallen, leicht verdaulich, aber auch nicht zu simpel. Und dabei haftet auch dem immer etwas Besonderes an.
Die ganze Art des Buches erinnerte mich vom »Anders«-Faktor her stellenweise an die Romane von Terry Pratchett, nur dass es sich hier um ein Kinderbuch handelt. Nichtsdestotrotz denke ich, dass auch Erwachsene viel Spaß mit dem Buch haben können.

Es handelt sich bei dem Buch um den ersten Band einer Reihe, aber der Teil ist in sich abgeschlossen und kann auch gut einzeln gelesen werden. Trotzdem werde ich mir den zweiten Band bestimmt auch kaufen, um nochmal in diese herrlich amüsante Welt einzutauchen.
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch nicht für jeden etwas ist, da man wahrscheinlich schon eine bestimmte Art von Humor benötigt, um den Inhalt witzig zu finden. Aber mir hat das Lesen wirklich sehr viel Spaß gebracht.

Er fing an, seine Pfeife zu stopfen. Trix sah den Zauberer befremdet an.
»Du missbilligst das?«, fragte Radion.
»Schon«, gab Trix zu.
»Ich rauche auch nicht gern«, räumte Sauerampfer ein. Aber für einen echten Zauberer gehört es irgendwie zum guten Ton. Auf einem Stein sitzen, rauchen, nachdenken, Rauchwolken ausstoßen ...


Nach kleinen Startschwierigkeiten konnte mich »Trix Solier« voll und ganz überzeugen. Ein fantasievoller, lustiger Roman, der einen in eine ganz außergewöhnliche Welt entführt - und dabei kommt das Augenzwinkern nie zu kurz. 

Idee: 5/5
Charaktere 4,5/5
Schreibstil: 4/5
Lesespaß: 4,5/5

Gesamt:

[Bla] Und ... Start!

Guten Tag, Welt.

Na wenn das nicht eine kreative erste Anrede ist. Nachdem ich den Gedanken schon sehr lange in meinem Kopf herumschiebe, habe ich den Schritt nun gewagt und einen Buchblog eröffnet. Warum?
Nun, die Frage ist ziemlich einfach zu beantworten. Ich bin bereits länger auf verschiedenen Blogs unterwegs, wenn auch als stiller Mitleser. Ich habe die Buchblogger-Community immer als großartig empfunden und möchte nun gerne etwas aktiver daran teilhaben. Hm, das klingt irgendwie schleimerisch, so ist es aber gar nicht gemeint. Ich finde es nur einfach toll, wenn man sich im Internet über Themen wie Bücher austauschen kann.

Ich lese wahrscheinlich nicht so viel, wie die meisten der Buchblogger (und vor allem nicht so schnell), aber ich denke, es werden schon einige Rezensionen zusammenkommen. Zu Beginn kann ich den Blog auch noch mit älteren Rezensionen füllen und auch sonst gibt es ja immer einiges, was man über Bücher oder auch die ein oder andere private Sache berichten kann. Ich denke, der Stoff wird mir nicht ausgehen.

Das Design ist in den letzten Tagen entstanden. Eine nette Freundin hat nochmal drübergeguckt und es als annehmbar empfunden, ich hoffe, ich muss mich damit nicht verstecken. Ich fürchte, ich bin nicht so der Designer, aber ändern kann man ja alles, immer. Es kann also sein, dass ich in der nächsten Zeit noch etwas daran herumbasteln werde. ;-)

Ja ... ich denke, viel mehr habe ich nicht zu sagen (wie langweilig!). Falls sich jemand schon hierher verirren sollte, heiße ich ihn natürlich herzlich willkommen.

Viele Grüße
Miyann